Die mysteriösen Pokémon (jp.: 幻のポケモン Maboroshi no Pokémon, dt.: „Illusions-/Phantom-/Trugbild-Pokémon“) sind besonders seltene Pokémon, die man sich nur durch einen Download aufs Spiel holen kann.
In Japan werden Maboroshi no Pokémon von den Legendären Pokémon unterschieden. Außerhalb Japans geschieht dies oft nicht, auch wenn sie im Englischen manchmal "mirage Pokémon" genannt werden, wobei der Begriff wegen den Mirage-Pokémon, engl. "Mirage Pokémon", aus Das Superhirn der Mirage-Pokémon nicht eindeutig ist. In Deutschland werden sie als "Mysteriöse Pokémon" bezeichnet.
Die mysteriösen Pokémon
Besonderheiten: Diese 6 Pokémon teilen einige Besonderheiten untereinander, die sonst keine andere Gruppierung von Pokémon besitzen:
- Sie belegen (fast) immer die letzte oder wie bei Victini die erste Stelle im Pokédex.
- Kanto-Pokédex: #151
Mew von 151
- Johto-Pokédex: #251
Celebi von 251 (in GSK)
- Hoenn-Pokédex: #201
Jirachi von 202 (hier belegte Deoxys den letzten Platz)
- Sinnoh-Pokédex: #151
Manaphy von 151 (in DP)
- Nationaler Pokédex der IV (Vierte Spielgeneration): #492
Shaymin von 493 (hier belegte Arceus den letzten Platz)
- Einall-Pokédex: #000
Victini von 152 (hier ist es das erste Pokémon im Pokédex).
- Alle haben die gleichen Statuswerte (außer Shaymins Zenitform).
- Die KP haben bei allen einen Basiswert von 100 und ein Maximum von 404.
- Die restlichen 5 Werte haben einen Basiswert von 100 und ein Maximum von 328.
- Alle geben stets 3 KP-DVs.
- Bis zur dritten Generation hatten alle den Typ
Psycho, dies änderte sich erst ab der 4. Generation mit Manaphy und Shaymin.
- Zu allen werden in der jeweiligen Generation im Spiel Andeutungen gemacht, bzw. Hinweise gestellt, mit Ausnahme von Manaphy. Eventuell ist dies so, weil Manaphy nur über Spiele der Pokémon Ranger-Reihe erhältlich ist, also nicht regulär in den Hauptspielen.
- Zu Mew konnte der Spieler in der 1. Generation etwas in Tagebüchern auf der Zinnoberinsel lesen (obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt war).
- Zu Celebi gab es von den Spielfiguren im Spiel Andeutungen, sowie einen Schrein mitten im Steineichenwald.
- Die Anspielung zu Jirachi gibt es in Moosbach City. Dort befindet sich ein weißer Stein, und die Frau, die daneben steht, erzählt dem Protagonisten, dass ihm ein Wunsch erfüllt wird, wenn er einen Zettel auf diesen Stein klebt.
- In der 4. Generation wird dem Spieler von mehreren Spielfiguren von einem "Dankbarkeits-Pokémon" erzählt, das eine noch so karge Landschaft in ein Blütenmeer erstrahlen lassen kann.
- Alle diese Pokémon zählen zu den Verbotenen Pokémon.
- Alle haben ein niedliches Aussehen und sind vergleichsweise klein, was für normale legendäre Pokémon untypisch ist.
Weitere mysteriöse Pokémon
Diese Pokémon werden ebenfalls mysteriöse Pokémon genannt, allerdings haben sie nicht die selben und vor allem nicht so viele Gemeinsamkeiten, wie die oberen sechs Pokémon. Ihre wenigen Gemeinsamkeiten sind Folgende:
- Sie belegen die letzten Plätze im PokéDex, in der Generation, in der sie ihr Debüt hatten (außer Lugia, hinter ihm sind noch
Ho-Oh und
Celebi, und Darkrai, hinter ihm sind noch Shaymin und Arceus).
- Hoenn-Pokédex: #202
Deoxys von 202.
- Nationaler Pokédex der IV (Vierte Spielgeneration): #491
Darkrai & #494
Victini von 493 (hier belegen Shaymin & Arceus den letzten Platz)
- Außer
Deoxys haben alle eine Legende im Spiel, bzw. werden Andeutungen gemacht, bzw. Hinweise gestellt allerdings nicht so stark wie bei den oberen 6.
- Lugia als Cover-Pokémon von Silber und SoulSilver durch mehrere Charaktere im Spiel.
- Darkrais Legende ist Teil der Aufgabe, um
Cresselia fangen zu können bzw. es wandern zu lassen.
- Bei Arceus werden durch die Tafeln Andeutungen gemacht. Außerdem kann man in der Fleetburg-Bibliothek Legenden über Arceus lesen.
- Alle diese Pokémon zählen zu den Verbotenen Pokémon.
- Im Gegensatz zu den oberen 6 Pokémon, werden diese auch als Legendäre Pokémon vermarktet (durch Filme, Produkte, TCG...etc.).
Trivia
Celebi,
Mew,
Shaymin und
Victini sind, obwohl sie zu den mysteriösen Pokémon gehören, in einer Edition fangbar. Jedoch muss der Fangort durch den Download eines Items freigeschaltet werden.
- Im japanischen Titel von Pokémon 2 - Die Macht des Einzelnen, 劇場版ポケットモンスター 幻のポケモン ルギア爆誕 Gekijōban Pocket Monsters Maboroshi no Pokémon Lugia Bakutan, wird auch Lugia als "Maboroshi no Pokémon" bezeichnet.
Zorua und
Zoroark wurden auch Maboroshi no Pokémon genannt, dies bezog sich aber auf ihre Fähigkeit Trugbild, da Maboroshi wie schon oben erwähnt eben auch Trugbild bedeuten kann.
Victini ist als einziges mysteriöses Pokémon nicht eines der letzten im Pokédex, sondern das erste, sogar noch vor den Startern.
- Ein Grund dafür könnte sein, dass nicht schon die genaue Anzahl an neuen Pokémon verraten werden soll; laut Junichi Masuda, dem Videogame-Director von Pokémon, soll mit der Pokédex-Nummer 000 im Einall-Dex offen bleiben, ob Victini ein Einall-Pokémon oder ein Pokémon aus einer anderen Region ist.[1]
Einzelnachweise
- ↑ Junichi Masuda in einem Interview im deutschen Magazin „GAME MASTER“:
„Victini hat im Einall-Pokédex die Nummer null. Die Idee ist, dass es auf diese Weise offen bleibt, ob es ein Pokémon der Einall- oder einer anderen Region ist. Victini ist also ein sehr geheimnisvolles Pokémon...“
– Junichi Masuda