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Sweeper, Staller und Annoyer

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Vorsicht: Einige Begriffe, die in diesem Artikel fallen, sind nicht offiziell. Sie stammen hauptsächlich von professionellen Battlern aus den USA.


Sweeper, Staller und Annoyer sind die drei wichtigsten Strategieklassen im klassischen Pokémonkampf wie auch im NetBattle und Shoddy Battle. Ihre An- oder Abweseneinheit im Pokémonteam eines Trainers ist letztlich entscheidendes Merkmal für die im Kampf benutzte Strategie.


Inhaltsverzeichnis

Sweeper

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Sweeper (engl. to sweep: wegwischen) sind klassische Offensivpokémon mit enorm hohen Angriffswerten (Angriff und/oder Spezial-Angriff), deren Aufgabe schlicht darin besteht, die gegnerischen Pokémon vom Feld zu "fegen" und schnell die Kontrolle im Kampf zu gewinnen.

Sweeper gehören zu den am häufigsten eingesetzten Pokémon in vielen Teams, da die meisten existierenden Pokémon tatsächlich, bedingt durch ihre erlernbaren Attacken, Sweeper sind. Zudem gelten Sweeper gerade bei Anfängern als einfach zu benutzen, da sie nicht viel strategisches Können erfordern und bei den meisten Gegnern (gerade den Computergegnern auf den Editionen) schnell zum Erfolg führen. Gegen menschliche Gegner besteht hingegen die Gefahr, mit dieser „Hau-Drauf-Methode" an einer überlegenen Strategie zu scheitern.
Eine weitere große Gefahr für Sweeper kann ihr niedriger Initiativewert sein, da die Verteidigungswerte der meisten Sweeper zu niedrig sind, um einem Erstschlag eines starken Gegners standzuhalten. Dazu gibt es seit der 4. Generation jedoch eine Lösung: den Bizarroraum. Hierzu braucht man ersteinmal ein Pokémon wie Bronzong, das Bizarroraum einsetzt. Dann nimmt man im Prinzip einen langsamen, angriffsstarken Sweeper wie Rameidon. Dieser hat nun einen sehr hohen Angriff und dank des Raumes einen sehr hohen Initiativewert, perfekte Voraussetzungen für einen Sweeper. Der Haken ist, dass die Attacke nach 5 Runden keine Wirkung mehr hat und somit erneut eingesetzt werden muss.

Üblicherweise werden Sweeper in zwei verschiedene Klassen unterteilt: spezielle Sweeper und physische Sweeper. Der Unterschied ergibt sich aus den Statuswerten des Pokémon: ein hoher Angriffswert macht es zu einem physischen Sweeper, ein hoher Spezial-Angriffswert dementsprechend zu einem speziellen Sweeper. Dazu gibt es noch eine weitere Art, die Mixed Sweeper. Sie brauchen sowohl den physischen als auch den speziellen Angriff.

Der eigentliche Unterschied zwischen beiden Klassen ist die Wahl der Attacken, die das Pokémon beherrscht und die sich selbstverständlich dem entsprechend höheren Angriffswert anpassen muss. Seit der Umstellung der Definition spezieller und physischer Attacken in der 4. Generation kann der Trainer die Auswahl der Attacken flexibler gestalten, da er nicht mehr an den Attackentyp gebunden ist. So wäre ein ElektroElektro-Pokémon beispielsweise auf den älteren Editionen als physischer Sweeper nutzlos gewesen, da man vor der Wahl gestanden hätte, ihm entweder (spezielle) ElektroElektro-Attacken beizubringen, um den Angriffsbonus zu erhalten oder physische Attacken, um den hohen Angriffswert auszunutzen. Eine Attacke wie Donnerschlag erlaubt seit der 4. Generation, beide Vorteile zu nutzen, da sie eine ElektroElektro-Attacke und zugleich eine physische Attacke ist.

Neben den offensiven Attacken beherrschen die meisten Sweeper zusätzlich einen sogenannten „Boost Up Move" zur Erhöhung ihrer Statuswerte (naturgemäß meist der Angriffswerte oder des Initiativewerts).

Beliebte Sweeper sind unter anderem:

Staller & Tanks

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Als Staller (engl. to stall: aufhalten) werden im engeren Sinne all jene Pokémon bezeichnet, deren primäre Aufgabe innerhalb eines Pokémonteams darin besteht, gegnerische Attacken abzufangen. Weiter gefasst ist hiermit zugleich die Blocktaktik an sich gemeint.

Üblicherweise wird, wie auch bei den Sweepern, zwischen speziellen Stallern und physischen Stallern unterschieden. Der Unterschied ergibt sich hauptsächlich aus den Statuswerten des Pokémon, das als Staller eingesetzt wird, einem etwaig hohen Spezial-Verteidigungswert oder einem hohen Verteidigungswert.

Seit der Umstellung der Definition spezieller und physischer Attacken in der 4. Generation fällt die Auswahl der Staller-Pokémon, im Gegensatz zu den Sweepern, schwerer, da der Typ des Pokémon nicht mehr von Belang ist. So benötigte ein WasserWasser-Pokémon als Staller bis zur 3. Generation lediglich einen hohen Spezial-Verteidigungswert(wie z. B. Milotic), um sich vor den sehr effektiven PflanzePflanze- und ElektroElektro-Attacken zu schützen, die beide dem speziellen Angriffstypus zugerechnet wurden. Seit der 4. Generation ist einzig ein hoher Spezial-Verteidigungswert bedeutungslos; z. B. die Attacke Donnerschlag ist nun eine physische Attacke.
Aus diesem Grund sind Pokémon mit ausgeglichen hohen Verteidigungswerten, sogenannte Mixed Staller mittlerweile beliebter.
Neben den Verteidigungswerten spielen auch die KP eine Rolle. Pokémon mit einer hohen Anzahl KP, z. B. Heiteira oder Relaxo, können ebenso gute Blocker sein wie verteidigungsstarke Pokémon. Es gibt allerdings auch sehr gute Staller mit niedrigen KP, dafür aber hohen Verteidigungswerten. Das wäre z. B. Zwirrfinst. Neben den normalen Stallern gibt es auch sogennannte Tanks. Das sind Pokémon, die genug aushalten, aber auch gut austeilen können. Das kann z. B. Heiteira nicht, denn es hat einen sehr schlechten Angriffswert und die Angriffsattacke ist meist speziell, oft Eisstrahl oder auch Flammenwurf. Eine Ausnahme ist Geowurf, da diese Attacke Fix-Schaden verursacht.

Die meisten (ausgewogenen) Pokémonteams haben zwei Staller - zumeist in Kombination mit drei Sweepern und einem Annoyer, da gerade Staller und Annoyer nur in Kombination wirklich brauchbar sind. Aufgrund der stark überwiegenden Anzahl existierender Sweeper im Vergleich zu den möglichen Stallern besitzen die meisten Spieler allerdings ähnliche Staller mit nur wenig möglichen Variationen; erfahrenere Spieler bauen sogar Teams aus sechs Sweepern, die sich typenmäßig gegenseitig abdecken.

Beliebte Staller sind unter anderem:

Starke Tanks (obgleich auch mit Nachteilen verbunden) sind z. B.:

Annoyer

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Annoyer (engl. to annoy: ärgern, aufregen, nerven) sind Pokémon, deren Strategie darauf beruht, den Gegner mithilfe statusverändernder Attacken zu "nerven". Zu diesen Attacken zählen sowohl alle, die dem gegnerischen Pokémon eine primäre Statusveränderung wie Schlaf (Schlafpuder), Paralyse (Stachelspore), Vergiftung (Toxin), Verbrennung (Irrlicht) oder Einfrieren (Eisstrahl) beifügen, als auch solche, die eine sekundäre Statusveränderung bewirken, so z. B. Verwirrung, Anziehung, stetigen, nicht-toxischen KP-Verlust (Egelsamen) etc.

Annoyer sind ein wichtiger Bestandteil eines jeden Teams. Man braucht sie, um z. B. Staller zu schwächen, die mit normalen Angriffen nicht in einer angemessenen Zeit zu besiegen sind. Allerdings sind Annoyer immer nur so gut, wie der Trainer selbst, da dieser zu entscheiden hat, welche Statusveränderungen in der entsprechenden Situation am günstigsten ist. Dies bezieht sich vor allem auf die primären Statusveränderungen, da ein gegnerisches Pokémon niemals an zweien zugleich leiden kann (z. B. kann ein Pokémon nicht gleichzeitig schlafen und vergiftet sein; so muss der Trainer eine Wahl treffen, wie er den Gegner effektiver schwächen kann). Gut eingesetzt ist ein Annoyer die ideale Möglichkeit, die Verteidigung des gegnerischen Trainers zu knacken.

Die beliebtesten und am häufigsten eingesetzten Annoyer sind Bisaflor, Giflor und Papungha, die aufgrund ihrer vielen, statusverändernden Attacken (Stachelspore, Toxin, Egelsamen, etc.) vielfältig einsetzbar sind.