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Coverage

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Dieser Artikel behandelt eine Strategie. Beim Lesen dieser Informationen können Spaß und Spannung beeinträchtigt werden.
Die Namen der Gruppen, die eine Strategie bezeichnen, sowie die Strategien selbst wurden von Spielern erfunden und sind somit inoffiziell.
Themenbereich
Kampf & Taktik bei Pokémon

KampfMehrfachkämpfe
Umkehrkampf
Himmelskampf
TeamsAttacken
WesenFähigkeiten
SchadenPriorität
AustauschenFlucht
ErfahrungLevel
Statuswerte
BasiswerteMaximalwerte
FP‎DV
Strategie-Glossar
Tier

Coverage stammt aus dem taktischen Bereich und bezeichnet die Abdeckung von möglichst vielen verschiedenen Situationen, die einem Pokémon im Kampf widerfahren können. So versteht man unter offensiver Coverage einfach gesprochen die Menge der Pokémon-Typen bzw. Pokémon selbst, die ein Pokémon mindestens mit normalem ("effektiven") Schaden treffen kann. Eine perfekte, offensive Coverage hätte also ein Pokémon, dass jedes im Spiel existierende Pokémon mit mindestens einer Attacke treffen kann, die besser als „nicht effektiv“ oder „wirkungslos“ trifft. Defensive Coverage folgt demselben Prinzip, allerdings nicht unbedingt bezogen auf Attackentypen, sondern generelle Fähigkeiten. So sollte ein Toxin-Staller beispielsweise für eine gute Coverage noch eine Möglichkeit haben, gegen Stahl- und Gift-Pokémon oder Pokémon mit der Attacke Erholung vorzugehen, die gegen ein Ausstallen mit Toxin immun sind.
Eine vielseitige Abdeckung ist besonders in Kampfeinrichtungen wie dem Duellturm oder dem Kampfhaus oder natürlich im Kampf gegen andere Spieler oder genereller in Kämpfen gegen unbekannte Gegner wichtig, da bei diesen anders als zum Beispiel bei Arenaleitern weder ein Team speziell auf den Kampf angepasst, noch ein Fehler durch den Einsatz von z. B. Tränken oder Belebern ausgeglichen werden kann.

Wozu Coverage?

Tatsächlich ist Coverage für den normalen Spielverlauf nicht unbedingt nötig, weshalb dort auch Pokémon mit 4 Attacken gleichen Typs keine Seltenheit sind und auch nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten. Insbesondere der Kampfstil Wechsel und das Einsetzen von Items machen es auch nicht wirklich schlimm, wenn der Spieler zum Beispiel einem Pflanzen-Pokémon gegenübersteht mit einem Pokémon, das vier Wasser-Attacken beherrscht. Außerdem ist das Spiel natürlich jederzeit speicher- und wiederholbar und die Pokémon des Spielers generell stärker als die von Trainern im Spiel (da die eigenen Pokémon im Gegensatz zu den Gegnerischen FP und DVs besitzen können). Gegen menschliche Spieler und auch stärkere Gegner in Kampfeinrichtungen jedoch hat man all diese Vorteile nicht. Da man deshalb sein Pokémon explizit auf Kämpfe und weniger auf spieltechnische Herausforderung vorbereiten und trainieren sollte (siehe hierzu Fleißpunkte und Zucht), sollte man auch seine Attacken mehr auf den Kampf vorbereiten. Da bei diesen Kämpfen ein Kampf keine Auswirkungen auf den anderen hat, sind zum Beispiel auch Attacken mit Rückstoß öfter gesehen. Bevor man sich Gedanken um eine Coverage (und damit auch die Attacken) eines Pokémon machen sollte, stellt sich zuerst die Frage, ob das Pokémon physisch oder speziell angreifen soll. Die Wahl für beides ist in Ausnahmefällen möglich, jedoch nicht empfehlenswert, da man nur auf einen Angriffswert 252 FP legen sollte. All diese Überlegungen gelten natürlich hauptsächlich für offensive Pokémon, defensive Pokémon werden später genauer betrachtet. Die Wahl des Angriffstyps wird letztendlich primär durch die Statuswerte und sekundär durch die erlernbaren Attacken (der sogenannte Movepool) beeinflusst. Ist diese Entscheidung getroffen, kann man dem Pokémon noch verstärkende Attacken wie Schwerttanz oder Drachentanz oder blockierende Attacken wie Verhöhner oder Trickbetrug beibringen, die einiges an Nutzen bringen, jedoch auch Plätze für Attacken wegnehmen.

Ermittlung und Zusammenstellung einer Coverage

Die Ermittlung einer Coverage ist ziemlich einfach. Im aufwendigeren Fall sucht man sich vom Pokémon erlernbare Attacken zusammen, die zusammen gegen keinen Typen nicht effektiv sind. Um das einfach zu machen, nimmt man zuerst eine besonders starke oder nützliche Attacke, die sogenannte Hauptattacke des Pokémon, und schaut sich anschließend die Typen bzw. Pokémon an, gegen die diese Attacke nicht effektiv oder gar wirkungslos ist. Als nächstes sucht man in den erlernbaren Attacken des Pokémon nach Attacken, die gegen genau diese Typen bestenfalls sehr effektiv, zumindest aber normal effektiv sind. Jedoch müssen beim Erstellen einer Coverage auch Fähigkeiten wie Voltabsorber, Feuerfänger oder Sturmsog einbezogen werden sowie die Tatsache, dass es Pokémon gibt, die man unter allen Umständen sehr effektiv Treffen möchte (z.B. Ninjatom, welches man wegen Wunderwache sogar sehr effektiv treffen muss), das auch durch normal effektive Attacken nur wenig Schaden nimmt.

Effektive Coverage-Kombinationen

In diesem Abschnitt werden besonders gern genutzte Coverages aufgelistet. Die wohl bekannteste ist die Elektro/Eis-Coverage und trägt den Spitznamen BoltBeam als Abkürzung für die Attacken Thunderbolt und Icebeam. In diesem Falle können zwei der drei gegen Elektro resistenten/immunen Typen (nämlich Pflanze und Boden) mit Eis-Attacken sehr effektiv getroffen werden, während ein eisresistenter Typ (Wasser) anfällig auf Elektro-Attacken ist. Noch effektiver ist die Kombination aus Gestein und Boden, auch genannt EdgeQuake (zu deutsch wörtlich KantenBeben), wobei die Fähigkeit Schwebe einiges ruiniert. Auch die Kombination aus Boden und Eis hat Probleme mit der Fähigkeit Schwebe, trifft allerdings sonst jedes Pokémon mit Ausnahme von Gehweiher neutral. Die wohl effektivste Coverage mit 2 Typen ist Geist und Kampf, da hier wirklich jeder Typ sämtliche Typen sehr effektiv trifft, gegen die der andere schwach ist. Weitere nützliche Coverages sind: Wasser + Eis + Pflanze; Psycho + Kampf; Geist + Fee; Drache + Boden + Feuer; Kampf + Flug; Normal + Feuer; Pflanze + Feuer + Gift; Fee + Feuer.

Coverage mit defensiven Attacken

Wie bereits oben angesprochen, brauchen auch defensive Pokémon (sogenannte Staller) ein gewisses Maß an Coverage. Hauptsächlich benutzen diese Pokémon Statusprobleme oder Attacken wie Egelsamen oder Wirbelwind/Brüller in Kombination mit Stachler und Tarnsteine, um Gegner trotz ihrer geringen Angriffswerte zu besiegen. Da die wichtigste Eigenschaft eines Stallers die Selbstheilung ist und diese somit immer einen Platz nimmt und viele Staller noch eine besonders unterstützende Attacke für ihr Team beherrschen, sowie grundsätzlich eine offensive Attacke benutzen, um nicht durch Verhöhner aufgehalten zu werden, ist die Grundidee eines Stallers folgende:

  • Selbstheilungsattacke
  • Attacke mit besonders unterstützendem Effekt wie Tarnsteine, Auflockern oder Aromakur
  • Offensive Attacke, gerne werden hier Attacken gesehen, die zudem noch eine Chance haben, den Gegner mit einem Status zu belegen, wie zum Beispiel Siedewasser, welches den Gegner mit einer 30% Chance verbrennt.
  • Attacke, die indirekten und angriffsunabhängigen hohen Schaden anrichtet wie Toxin, Irrlicht, Egelsamen oder Schmarotzer

Hauptsächlich sollten die letzten beiden Attacken eine gewisse Coverage besitzen, zum Beispiel: Toxin + Feuer-Attacke, um giftimmune Stahl-Pokémon zu treffen oder Egelsamen + Kehrtwende, damit auch Pflanzen-Pokémon ausschaltbar sind.

Sinnvolle Coverage

Nachdem betrachtet wurde, welche Angriffsart ein Pokémon benutzen wird und der Coverage-Begriff klar ist, sollte nun auch das Erstellen einer sinnvollen Coverage betrachtet werden. Sinnvoll meint hier, dass das Pokémon mit seinem Attackenset generell hohen Schaden anrichtet. Deswegen sollte die im Abschnitt Ermittlung einer Coverage angesprochene Hauptattacke die stärkste risikoarme Attacke eines Pokémon sein. Bei der Suche nach der stärksten Attacke spielt generell nicht unbedingt die angegebene Attackenstärke die Hauptrolle, sondern viel eher die Stärke nach Faktoren wie der Fähigkeit oder hauptsächlich des STABs. Somit ist auch bis auf in extrem seltenen Ausnahmefällen die stärkste risikoarme Attacke eines Pokémon eine Attacke, die den STAB erhält. Für ein kleines Beispiel sind beim Pokémon Machomei die Attacken Erdbeben, Ableithieb und Wuchtschlag als mögliche Hauptattacken gegeben. Als extrem ungenaue und deswegen nicht risikoarme Attacke fällt Wuchtschlag weg, während Erdbeben zwar mit einer Stärke von 100 stärker als Ableithieb mit einer Stärke von 75 erscheint. Ableithieb ist jedoch vom selben Typ wie Machomei und hat deswegen eine Stärke von 112,5, also um etwas mehr als Erdbeben. Da Erdbeben außerdem keine gute Coverage mit Ableithieb liefert, hat Erdbeben auf Machomei auch keinen großen Sinn. Besitzt Machomei die Fähigkeit Schildlos, fällt jedoch der Risikofaktor bei Wuchtschlag weg, er wird Machomeis stärkste (Stärke 150) risikoarme Attacke. Da Typen mit sich selbst die schlechteste mögliche Coverage haben, wird in diesem Fall Ableithieb und auch Erdbeben coveragetechnisch keinen Sinn machen. Gegen die kampfresistenten/immunen Typen Flug, Geist, Käfer, Psycho und Fee ist eine Kombination der Typen Gestein, Unlicht und Stahl effektiv, weshalb sich letztendlich für Machomei das nebenstehende Attackenset die bestmögliche Coverage erreichen würde:

Coverage
Pokémonsprite 068 SW.gif
Machomei
Schildlos Hart
Wuchtschlag Steinkante
Abschlag Patronenhieb
Ideale Coverage für Machomei

Eine Ausnahme aus diesen Coverageregeln sind einerseits Attacken mit einem außerordentlich praktischen Nebeneffekt wie Turbodreher oder Drachenrute sowie andererseits Attacken mit erhöhter Priorität, wobei letztere auch noch Coverage mit sich bringen sollten.

Letztendlich lassen sich all diese Regeln zu einer Liste zusammenfassen, was beim Erstellen eines Attackensets für ein Pokémon zu beachten ist und was vom erfahrenen Spielern empfohlen bzw. nicht empfohlen wird:

  • Zuerst sucht man die stärkste risikoarme Attacke des Pokémon, die den entsprechenden Angriffstyp hat. Rückstoßattacken zählen hier als risikoarm, Attacken, die die eigenen Statuswerte senken größtenteils auch. Attacken, die aufgeladen werden müssen oder den Benutzer aussetzen lassen gelten allerdings als viel zu riskant. Inwiefern Ungenauigkeit risikoarm ist, bleibt dem Spieler selbst überlassen, jedoch kann zum Beispiel Feuersturm in den meisten Fällen anstatt Flammenwurf verwendet werden, während Donner oder Blizzard nur im entsprechenden Wetter als risikoarm gelten. Grundsätzlich ist diese Attacke dann eine STAB-Attacke.
  • Als nächstes sucht man im Movepool des Pokémon nach Attacken, die gegen die gegen diesen Typen resistenten Pokémon sehr effektiv sind. Bei speziellen Pokémon gilt Kraftreserve hier übrigens als eine Art Joker. Wichtig ist auch, die perfekte Coverage mit so wenig Attacken wie möglich, notfalls auch unvollständig zu erreichen, vor allem, wenn man noch nicht-offensive Attacken oder Attacken mit erhöhter Priorität benutzen möchte.
  • Eine weitere Attacke desselben Typs wie die Hauptattacke hat, solange sie keine erhöhte Priorität hat, keinen coveragetechnischen Nutzen (Beispiele wären Meistagrif mit Ableithieb und Tempohieb oder Azumarill mit Kaskade und Wasserdüse).
  • Schwache Attacken mit Coveragenutzen sind starken Attacken, die nichts zur Coverage beitragen und damit praktisch nutzlos sind, vorzuziehen. (Eishieb ist schwächer als Erdbeben, verschafft Kampf-Pokémon aber mehr Coverage und sollte deshalb auf jedem Kampf-Pokémon bevorzugt werden) Es gibt coveragetechnisch keinen Grund, eine schwächere Attacke als die Hauptattacke zu benutzen, wenn diese gegen dieselben Typen sehr oder nicht effektiv ist. (Ein weiterer extremer Fall ist die Coverage aus Unlicht- und Geist-Attacken, da diese Typen praktisch gegen dieselben Pokémon sehr bzw. nicht effektiv sind.)
  • Man sollte in der Regel bei seinem Angriffstyp bleiben. Ein Beispiel ist hier wieder Machomei, das den noch stärkeren und ebenfalls dank Schildlos immer treffenden Fokusstoß (mit STAB Stärke 180) erlernt. Jedoch hat Machomei ziemlich hohen Angriff und kaum Spezial-Angriff, weshalb Wuchtschlag hier effektiver ist. Ein anderes Beispiel ist Lucario, das meistens Turbotempo als Priorität, Schwerttanz und Knirscher oder Eishieb als Coverage zum Kampftyp nutzt. Als Hauptstab macht hier der physische Nahkampf mehr Sinn als der spezielle Fokusstoß, da Lucario dank Wesen und FP-Investment mehr Angriff als Spezial-Angriff hat. Eine Ausnahme bilden zum Beispiel manche Knakrack, die eine gute Coverage mit Feuer haben und Feuersturm nutzen, wobei jedoch trotzdem gerade auf Wahlband- oder Schwerttanzsets der physische aber schwächere Feuerzahn vorgezogen wird. Panferno kann auf Sets, die sich weder boosten noch ein Wahlitem für einen speziellen Angriffstyp tragen sowohl Feuersturm oder Hitzekoller als auch Nahkampf nutzen und somit die Nachteile von Flammenblitz und Fokusstoß ausgleichen.

Erstellen einer Beispiel-Coverage

Als Beispiel kann hier Starmie genommen werden: Starmies stärkste, risikoarme Attacken sind Surfer und Hydropumpe sowie Psychoschock und Psychokinese. Da Psycho für eine gute Coverage entweder Kampf-Attacken oder Käfer + Feuer/Boden benötigt, wird eine der beiden Wasser-Attacken als Hauptattacke genommen. Nun sind 3 Typen resistent gegen Wasser: Pflanze, Drache und Wasser selbst. Gegen diese drei Typen ist Eis sowie Pflanze/Elektro insgesamt sehr effektiv, eine gute Coverage für Starmie bestünde somit aus Surfer/Hydropumpe, Donnerblitz und Eisstrahl.

Ein Beispiel für eine unvollständige Coverage ist Mega-Pinsir. Dieses verfügt über eine sehr starke Rückkehr sowie einen Prioritäts-Ruckzuckhieb. Da es auch dank überdurchschnittlicher Defensive Schwerttanz effektiv nutzen kann, bleibt nur Platz für eine Coverage-Attacke. Mit Flug (Dank Zenithaut sind Rückkehr und Ruckzuckhieb Attacken vom Typ Flug) bilden die Typen Kampf und Boden eine effektive Coverage, wobei mit Kampf die Coverage ausbleibt gegen Pokémon mit der Typenkombination Elektro/Flug und Geist/Stahl, während mit Boden sämtliche schwebenden Elektro-, Gestein und Stahlpokémon von Mega-Pinsirs Coverage ausgeschlossen werden, dafür jedoch sonstige Elektro-Pokémon sehr effektiv getroffen werden.