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Nuzlocke

Aus PokéWiki
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Der Fanbegriff Nuzlocke bezeichnet eine bestimmte Art und Weise, Pokémon-Spiele der Hauptreihe zu spielen, die ursprünglich durch einen Internet-Comic entwickelt wurde. Das Ziel der dabei aufgestellten besonderen Regeln ist hauptsächlich eine Erhöhung des Schwierigkeitsgrades und eine größere Identifikation des Spielers mit seinem Charakter und seinen Pokémon, die wiederum den Wiederspielwert erhöhen sollen.

Da die einzelnen Regeln einer Nuzlocke Challenge nicht im Spiel selbst implementiert sind, sondern von den einzelnen Spielern selbst aufgestellt werden, können sie stark variieren. Einzelne Leitlinien wie die, dass besiegte Pokémon freizulassen sind, sind jedoch besonders weit verbreitet.

Regeln

Die ursprünglichen Regeln, die im Rahmen einer Nuzlocke Challenge formuliert wurden, sind:

  • Ein Pokémon, welches besiegt wird, muss freigelassen werden.
    • Später hat sich auch eine dauerhafte Lagerung in einer seperaten Box als Alternative etabliert.
  • An jedem Ort, den der Protagonist betritt, darf nur das erste Pokémon, welchem man begegnet, gefangen werden.
  • Jedem gefangenen Pokémon muss ein Spitzname gegeben werden.

Später kamen noch zahlreiche weitere Regeln hinzu, die den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen sollen. Besonders häufig kommen die folgenden Richtlinien zur Anwendung:

  • Das Starter-Pokémon wird direkt nach Fang des ersten Pokémon freigelassen.
  • Wenn man kein kampffähiges Pokémon mehr hat und in Ohnmacht fällt, so gilt das als Game Over und man beginnt komplett von vorne.
  • Der Einsatz von heilenden Items ist während des gesamten Spiels nicht erlaubt.
  • Jedes Pokémon-Center darf nur einmal oder überhaupt nicht aufgesucht werden.
  • Der Kampfstil wird in den Optionen von der Standardeinstellung Wechsel in Folge geändert.

Zielsetzung

Durch die Nuzlocke-Regeln wird der Spieler vor neue Herausforderungen gestellt. Vor allem für jene, die die Spiele schon kennen und eventuell mehrfach gespielt haben, kann dies eine Möglichkeit sein, Pokémon ganz neu zu erleben. Wenn man sich an die oben genannten Regeln hält, treten unter anderem die folgenden Probleme auf:

  • Die eigenen Pokémon sind normalerweise stärker als die Pokémon, die dem Spieler in der Wildnis begegnen. Neugefangene Pokémon verfügen über geringere Statuswerte als die, die man vorher hatte und nun zu ersetzen versucht.
  • Beim Fangen der neuen Pokémon hat man keine Wahl mehr. Man kann weder über Typ noch Art bestimmen und muss nehmen, was einem das Spiel gibt, wodurch auch Pokémon eingesetzt werden müssen, die der Spieler selbst üblicherweise nicht wählen würde.
  • Durch das Training erhalten die Pokémon Fleiß-Punkte, die zu einem großen Teil dazu beitragen, dass man gegenüber wilden Pokémon und anderen Trainern im Vorteil ist, da deren Pokémon keine FP erhalten. Verliert man jedoch ein Pokémon, so muss man als Ersatz ein Pokémon wählen, das ebenfalls noch keine Fleiß-Punkte erhalten hat und dadurch tendenziell schwächer ist.

Entstehung und Namensherkunft

Der Begriff Nuzlocke basiert auf einem gleichnamigen englischsprachigen Comic, in dem die Geschichte von Brix erzählt wird. Er beginnt sein Reise in Hoenn und möchte sich aufgrund traumatischer Erfahrungen mit seinem Vater testen, woraufhin er die beiden ursprünglichen Regeln aufstellt, dass ein besiegtes Pokémon freizulassen und ausschließlich das Pokémon zu fangen ist, dem man in einem bestimmten Gebiet zuerst begegnet. Trotz einen simplen Zeichenstils fand der Comic weite Verbreitung, was auch daran lag, dass die Geschichte von Pokémongeschichte hier auf einer viel emotionaleren Ebene stattfindet. Inzwischen gibt es bereits drei Episoden des Nuzlocke-Comics und auch von Fans erstellte Nachahmungen, mit denen eigene Erfahrungen mit dieser besonderen Herausforderung geteilt werden sollen.

Der Name des Comics basiert auf dem englischen Namen von Blanas, Nuzleaf, das sich aus Samurzel entwickelte und das sowohl das erste Pokémon ist, das der Protagonist selbst fängt, als auch das, welches er als erstes freilassen muss. Es erscheint im weiteren Verlauf noch in Form eines Geistes und gibt seinem ehemaligen Trainer Ratschläge oder muntert ihn auf. Der zweite Teil des Namens basiert wahrscheinlich auf John Locke, einem Protagonisten der Fernsehserie Lost, dessen Charakter und Verhalten ebenfalls von einer problematischen Beziehung zu seinem Vater geprägt ist.

Weblinks

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