Benutzerin:Thari23

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Diese Benutzerin ist stimmberechtigt.
Thari23 hat für ihre Anzahl selbst erstellter Artikel, die 10 übertrifft, die Auszeichnung des „Gläsernen Evoli“ erhalten.

Meine Lieblingspokémon

Für immer auf Platz 1:

  1. Lapras

Die mag ich auch:

Pokémon und ich

Wie für viele andere auch begann meine Reise in die Welt der Pokémon auf dem Schulhof meiner Grundschule, wo der Tauschmarkt rund um die heiß begehrten Sammelkarten so lebendig wie eh und je war. Natürlich wollte ich dieselben coolen Dinge wie auch alle anderen machen, also schenkte mir meine beste Freundin meine erste Pokémonkarte: Pikachu, Nr. 70 aus der Erweiterung Majestätischer Morgen; ich habe sie bis heute. Und schon war ich der Sammelsucht verfallen. Ständig ließ ich mich von meinen Eltern in die Stadt kutschieren, um mein Taschengeld für Boosterpacks auszugeben, ich wünschte mir sie zum Geburtstag und zu Weihnachten und Bekannte der Familie schenkten mir ihre alten Kartensammlungen aus Kindheitstagen. Ich verwahrte sie dann in einem alten Dokumentenordner, den mein Vater von der Arbeit mitgebracht hatte. Zwischen 2008 bis zum Frühjahr 2013 - meine aktive Sammelphase - häufte ich so über 1000 Karten an. Trotz meines Sammelwahns blieb ich nicht verschont von kindlicher Dummheit. Viele Karten wurden unklug vertauscht oder sogar verschenkt - wer lieb genug fragte, hatte bei mir in der Regel Erfolg. Vor allem die alten Karten des 1999er Grundsets fand ich ganz besonders hässlich und versuchte sie, bei jeder Gelegenheit loszuwerden und durch schönere Designs auszutauschen.

Ungefähr zur selben Zeit erfuhr ich dann auch von der Existenz der Videospiele. Eine eigene Konsole hatte ich zwar noch nicht, aber hin und wieder bekam ich die Gelegenheit, auf dem Nintendo DS meiner besten Freundin oder dem Game Boy Advance SP ihres Bruders zu spielen. Neben Nintendogs habe ich mich da auch den Pokémon-Spielen der dritten und vierten Generation versucht. Tatsächlich schreckten diese mich aber eher ab - So viel Text! Dieses Spiel ist doch sicher unfassbar anspruchsvoll. Aber dennoch: mein Interesse an Videospielen war geweckt. Erst wollte ich einen eigenen Game Boy - die aus heutiger Sicht sehr altbackenen Tribal-Designs haben mich damals ganz besonders angesprochen. Letztendlich wurde es dann aber der Nintendo DSi, als ich doch noch verstanden habe, welche von beiden die neuere Konsole ist. Mit Spielen versorgte mich ein befreundetes Nachbarskind - vermutlich nicht ganz legal, aber in dem Alter versteht man sowas natürlich nicht. Zunächst habe ich mich nur mit Nintendogs, Mario Kart DS oder so Sachen wie PictoChat und Flipnote Studios beschäftigt und viele lustige Erinnerungen mit meiner Schwester gesammelt. Letztendlich habe ich mich aber doch an Pokémon Perl getraut, mein erstes eigenes Spiel der Hauptreihe. Zunächst habe ich nichts verstanden - woher hätte ich denn wissen sollen, dass ich “Sichern” auswählen muss, um das Spiel zu speichern? Oder wer hätte denn ahnen können, dass man das Fahrrad braucht, um diese Schlammrutschen hochzukommen? Von den Wechselwirkungen zwischen den Typen fange ich hier gar nicht erst an… Auf Biegen und Brechen habe ich es schließlich bis kurz vor die Siegesstraße geschafft, nur um dann kein Pokémon parat zu haben, das mich den Wasserfall am Ende von Route 223 hinaufbringen kann. Hier habe ich dann einfach aufgegeben, denn mittlerweile gab es bereits neue aufregende Pokémon-Spiele, denen ich meine Zeit widmen wollte.

Doch bevor es weiter nach Einall geht, soll es noch einen Abstecher in den PokéPark geben… mit dem einen oder anderen Umweg. Wie schon die DS-Spiele habe ich auch PokéPark Wii zuerst auf der Konsole meiner besten Freundin gespielt und ich habe mich sofort darin verliebt. Auf einmal konnte ich die Welt der Pokémon in 3D erfahren und alles sah, in meinen kindlichen Augen, realistisch und echt aus. Als eine Woche voller Regen dann meiner Familie den Urlaub vermieste, schafften wir uns eine Wii an, und natürlich war mein nächster Geburtstagswunsch dann PokéPark. Naja, dementsprechend wäre es also schlau gewesen, den Namen des Spiels auch auf den Wunschzettel zu schreiben; stattdessen stand dort einfach nur “Pokémon”. Als meine Oma mir dann Pokémon Battle Revolution schenkte, war ich also ein bisschen enttäuscht, aber immerhin war es ein Pokémon-Spiel. Verstanden, was im Spiel zu tun war, habe ich allerdings nie, und stattdessen gegen immer dieselben Gegner gekämpft. Womit man sich als Kind nicht alles zufrieden gibt. Zu Weihnachten war es dann aber so weit: PokéPark 2, der neue Teil. Er war alles, was ich mir von ihm erhofft hatte, und mehr. Die Welt fühlte sich lebendig an, die Kämpfe waren aufregend und ich habe etliche Stunden damit verbracht, auf den Abstellgleisen im Rostbezirk herumzulaufen, den wunderschönen Sonnenuntergang zu beobachten und der beruhigenden Klaviermusik zu lauschen.

Mit Pokémon Weiß widmete ich mich dann meinem nächsten Spiel aus der Hauptreihe und es war das Spiel, mit dem ich erstmals richtig lernte, wie man überhaupt Pokémon spielt. Zwar habe ich anfangs immer noch dieselben Anfängerfehler wie zuvor gemacht, aber nachdem ich mich einem Apoquallyp gegenüber sah, welches durch seine Fähigkeit H2O-Absorber völlig immun gegen alle vier Wasser-Attacken meines Admurai war und ich keine anderen Pokémon im Team hatte, um es zu kontern, lernte ich schnell aus meinen Fehlern - wobei es noch etwas dauern sollte, bis ich auch mal anfing, Attacken zu benutzen, die keinen Schaden verursachen. Dieses Spiel hat mich wirklich gefordert, vor allem die letzten beiden Kämpfe gegen Cheren auf Route 10 und der Siegesstraße sind mir bis heute gut in Erinnerung geblieben - von den Top Vier und dem Finale gegen N und G-Cis mal ganz zu schweigen. Als nächstes kam dann Schwarz 2, denn mich hat Zekroms Coolheit so sehr überzeugt, dass ich es unbedingt zweimal haben wollte. Dieses Spiel wurde seinem Vorgänger mehr als nur würdig: alles, was mir gefallen hat, war in neuer Form wieder da, nur konnte ich jetzt noch mehr Pokémon fangen, noch mehr Städte besuchen und die ganzen Legendären Pokémon und das PWT boten viele Gelegenheiten, auch nach Abschluss der Handlung noch jede Menge Spaß am Spiel zu haben. Bis heute ist Schwarz 2 mein Lieblingsspiel der Reihe, welches sich mit den meisten Replays brüsten kann. Mit der 5. Generation brauch außerdem eine neue Ära meiner Pokémon-Geschichte an, in der sich mein Interesse langsam aber sicher von den Karten auf die Spiele verschob.

Als 2013 die 6. Generation anbrach, war ich schon Teil der Poké-Community. Hier habe ich zum ersten Mal das Erscheinen der neuen Spiele aktiv mitverfolgt, seien es Trailer, Leaks oder wütende Debatten darüber, warum der neue Fee-Typ so unnötig und unfassbar blöd sei. Dass die ersten 3D-Ableger der Hauptreihe im Vergleich zu Schwarz und Weiß 2 deutlich weniger zu bieten hatten, störte mich damals kaum. Nach drei Tagen der Sucht hatte ich das Spiel schon komplett durchgespielt - die Bonushandlung mit LeBelle gefiel mir dabei besonders gut. Die Wochen danach verbrachte ich dann damit, mich immer und immer wieder durch die Trainer im Kampfschloss auf Route 7 zu kämpfen, bis mein ganzes Team Level 100 erreicht hatte. Die Starter-Pokémon haben mich damals nicht allzu überzeugt, also tauschte ich mein Quajutsu irgendwo in der Mitte des Spiels gegen ein Lapras aus. Erst war es nur ein Wasser-Pokémon von vielen, welches nur deswegen ins Team kam, da ich es erst kürzlich als Geschenk auf Route 12 erhalten hatte und daher nicht so viel Zeit mit Hochleveln verbringen musste, aber hier begann eine Liebesgeschichte.